Kurz vor dem verkaufsoffenen Sonntag Unruhe durch die Kündigung

„HIT-Markt" trat aus der IG TopWest aus

horrem. Die „HIT Dormagen GmbH & Co KG“ hat am am vergangenen Samstag ihre Mitgliedschaft in der Interessengemeinschaft zum 31. Dezember 2017 gekündigt. Zur Begründung heißt es aus dem Unternehmen, dass sich über mehrere Jahre unterschiedliche Auffassungen entwickelt haben, die so nicht mehr zusammen passen. „Wir haben den Zeitpunkt bewusst gewählt, um keine geplanten oder laufenden Aktivitäten zu gefährden“, berichtet Marktleiter Thomas Dümmer. Von Seiten der IG TopWest signalisierten die Verantwortilichen jedoch Gesprächsbereitschaft. „Wir werden sicher den Gedankenaustausch mit dem HIT suchen, uns aber selbstverständlich auch andere Optionen offen halten“, kommentierte der Vorsitzende der IG TopWest, Norbert Heinen, die Kündigung. „Ich glaube nicht, dass wir hier bereits das letzte Wort gesprochen haben“, so Heinen weiter. Sicher ist aber, dass Helmut Röder, lange Jahre für den HIT-Markt verantwortlich und erfolgreich, seine Vorstandsarbeit in der IG in diesem Zuge beenden wird. Ausschlaggebend dafür ist seine gesundheitliche Verfassung, die es ihm nicht mehr erlaubt, dieser Tätigkeit nachzugehen.
Über die möglichen Gründen des Austritts kann nur spekuliert werden, denn eines machen sowohl Dümmer als auch Heinen nicht: dreckige Wäsche waschen. Ein Grund ist sicherlich das Bestreben der IG TopWest, die Trödelmärkte auf dem Gelände des Hit-Marktes an der Lübecker Straße zu verhindern oder dafür zu sorgen, dass es weniger werden. Bis dato gibt es dort zwölf mal im Jahr, jeweils am ersten Sonntag im Monat, einen Trödelmarkt. Kern der Kritik von Seiten der IG, aber auch der City-Offensive Dormagen sind besonders die Neuwaren, die dort immer verkauft werden. Nach Aussagen von Heinen könne es nicht sein, dass die Betreiber von „Trödelmärkten“ eine Genehmigung einfach so erhielten, während alle anderen Einzelhändler ein Konzept erarbeiteten müssten, welches kosten- und zeitintensiv sei, um überhaupt einen verkaufsoffenen Sonntag genehmigt zu bekommen. Dazu gab es auch ein gemeinsames Schreiben der IG TopWest und der CiDo an Bürgermeister Erik Lierenfeld. (SCHAUFENSTER vom 7. Oktober; -ale)